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Presseerklärung - Gegendarstellung

Vorfälle beim Spiel der Zweiten Mannschaft


Nicht nur überrascht, sondern zutiefst enttäuscht sind die Zweite Mannschaft, der Vorstand und alle Mitglieder des FC Arpe/Wormbach über die Vorwürfe, die vom Gastverein FC Mezopotamya e.V. im Nachgang zum Meisterschaftsspiel der Kreisliga B Hochsauerlandkreis vom 07.11.2021 öffentlich gegen die Mannschaft und unseren Verein erhoben wurden. Aufgrund dieser Kritik sieht sich der FC Arpe/Wormbach gezwungen, hierzu öffentlich Stellung zu nehmen.


Mit Vehemenz und klarem Ausdruck weisen wir die Vorwürfe rassistischer Beleidigungen jeglicher Art auf das Schärfste zurück. Dies als Ergebnis eigener Feststellungen des Vorstandes auf dem Platz und als Ergebnis einer umfassenden Befragung und Recherche bei Spielern, Mannschaftsverantwortlichen sowie Zuschauern.


Der FC Arpe/Wormbach distanziert sich ausdrücklich von solchem Verhalten und weist in diesem Zusammenhang auf eigene Integrationsinitiativen hin, z.B. in Form von Fußball-Camps für Flüchtlinge. Dass beim FC Arpe/Wormbach zudem Spieler mit unterschiedlicher Herkunft nicht nur spielen, sondern zu 100 % integriert sind, ist allseits bekannt. In unserem Verein sind Toleranz, Vielfalt und Respekt die Basis unseres Handelns. Wir dulden weder Diskriminierung, Beleidigungen oder Ausgrenzung. Umso mehr schockiert uns das Verhalten des FC Mezopotamya e.V. Wir haben darüber nachgedacht, an dieser Stelle Aussagen, Beschimpfungen, Beleidigungen und (Mord)Drohungen (z.B. „Ich bringe deine Familie um!“; „Ihr werdet alle bluten!“; „Ich steche euch ab!“) detailliert wiederzugeben, die während und nach dem Spiel in äußerst massiver Art und Weise gegenüber dem Schiedsrichter, gegenüber unseren Spielern und Zuschauern ausgesprochen wurden. Wir verzichten hier auf eine umfangreiche Darstellung, weil der FC Arpe/Wormbach kein Interesse daran hat, solche Dinge zu veröffentlichen. Dennoch gilt es, Beispiele couragiert aufzuführen, um die Dimension deutlich zu machen. Für mögliche Verhandlungen der Sportgerichtsbarkeit ist dieses Verhalten dokumentiert.


Ganz sicher ist, dass unabhängige Spieler und Zuschauer (u.a. der Folgebegegnung) äußerst irritiert und erschrocken waren, über das Auftreten der Spieler und der Verantwortlichen des FC Mezopotamya e.V., insbesondere nach dem Spiel gegenüber dem Schiedsrichter.

Ebenso erschrocken und zutiefst beleidigt sind die Spieler, Funktionäre und Zuschauer unserer Mannschaft und des FC Arpe/Wormbach, die sich während und nach dem Spiel unter anderem immer wieder in unterschiedlichen Ausprägungen als „Nazis“ beschimpfen lassen mussten. Hier fragt sich unser Verein, welches der korrekte Begriff dafür sein kann, wenn sich unsere jungen Spieler aufgrund ihrer Herkunft (Deutschland) so beleidigen lassen müssen.

Der Spielleiter der Kreisliga B hat den Vorgang an das zuständige Rechtsorgan des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen übergeben; aufgrund des derzeit schwebenden Verfahrens wird der FC Arpe/Wormbach bis auf diese Gegendarstellung keine weiteren

öffentlichen Stellungnahmen abgeben.


Im Einzelnen:


Spielverlauf


Dem Spielverlauf der ersten Hälfte nach hätte der FC Mezopotamya e.V. als spielerisch überlegene Mannschaft in Führung gehen müssen; den 1:0 Führungstreffer erzielte jedoch die Mannschaft des FC Arpe/Wormbach. Direkt nach der Halbzeit erzielte der FC Arpe/Wormbach das 2:0 und 3:0 (49. und 50. Minute). Die zweite Halbzeit war durch eine Vielzahl von Spielunterbrechungen geprägt, die u.a. durch Rudelbildung des Gastvereins sowie Betreten des Spielfeldes durch Trainer, Reservespieler und Verantwortliche des FC Mezopotamya e.V. ausgelöst wurden; manche Beobachter sprachen von „Platz stürmen“.


Hier ist der Eindruck entstanden, dass die Mannschaft des FC Mezopotamya e.V. mit hohen Erwartungen und nach eigenem Bekunden in Begleitung ihrer Sponsoren nach Arpe gereist ist. Da das Spiel nicht den erwarteten Verlauf genommen hat, wurde hierfür zusehends der Schiedsrichter verantwortlich gemacht. Selbst wenn nicht nachvollziehbare oder falsche Entscheidungen getroffen worden sein sollten, rechtfertigt das kein solches respekt- und distanzloses Gebaren.


Schiedsrichter


Es steht unserem Verein nicht zu, die Leistungen des Schiedsrichters zu bewerten; schon gar nicht öffentlich. Dass diese Form der Kritik an einer Schiedsrichterleistung vom FC Mezopotamya e.V. öffentlich ausgetragen wird, dürfte ein Grund mehr dafür sein, dass die Zahl der Schiedsrichter rückläufig ist und Schiedsrichternachwuchs für diese Aufgabe kaum begeistert werden kann. Wer einen 68jährigen Schiedsrichter in dieser Art und Weise öffentlich als Verantwortlichen anprangert, bewegt sich abseits vom Gedanken des Fairplay. In den Diskussionen im Nachgang zum Spiel wurde dem Schiedsrichter von Zuschauern aus Orten außerhalb des FC Arpe/Wormbach eine gute Leistung attestiert; seine Entscheidungen wurden als regelkonform und vertretbar beschrieben.


Angesichts dessen, was dem Schiedsrichter an Beleidigungen von Seiten der Trainerbank und der Zuschauer des FC Mezopotamya e.V. zugerufen wurde (u.a.: „Schiri, du scheiß Nazi!“), muss man seiner Leistung und seinem Durchhaltevermögen größten Respekt

zollen. Der vom FC Mezopotamya e.V. für sich selbst eingeforderte Respekt, wurde dem Schiedsrichter weder während noch nach dem Spiel gezollt. Übertroffen wird dieses respektlose Verhalten des Gastvereins auf dem Platz mit der denuziantischen Veröffentlichung des Namens auf der Homepage des FC Mezopotamya e.V., mit der der Schiedsrichter als „Verantwortlicher“ an den Pranger gestellt wird.


Sofern seitens des FC Mezopotamya e.V. bemängelt wird, dass der Schiedsrichter ab der 20. Minute das Spiel aufgrund einer eigenen Verletzung (Zerrung) im Wesentlichen nur noch aus dem Mittelfeld heraus geleitet hat, ist zu erwähnen, dass der Schiedsrichter dies mit beiden Trainern abgesprochen und sich deren Einverständnis eingeholt hat. Dies nach dem Spiel zu kritisieren kann aus unserer Sicht als unsportlich bezeichnet werden.

Der unterschwellige Vorwurf, mit welchem dem Schiedsrichter eine gewisse Nähe zum FC Arpe/Wormbach vorgehalten wird, ist absurd. Den jungen Spielern unserer Mannschaft ist der 68jährige Schiedsrichter nicht bekannt; es besteht keine Nähe oder kein Kontakt außer im Rahmen von Fußballspielen.

Tritt in das Gesicht eines Spielers des FC Mezopotamya e.V.


Dieses Foulspiel hat es gegeben. Der Spieler des FC Arpe/Wormbach versuchte, nach einem hohen Anspiel den Ball mit der Hacke weiterzuleiten; dabei hat er den von hinten kommenden Gegenspieler nicht gesehen. Dieser versuchte wiederum den hohen Ball mit dem Kopf zu spielen. Er wurde von unserem Spieler mitten im Gesicht getroffen; eine entsprechend stark blutende Nasenverletzung war die Folge; der gegnerische Spieler musste

verletzungsbedingt ausgewechselt werden. Das Foulspiel wurde entgegen den Schilderungen des FC Mezopotamya e.V. durch den Schiedsrichter mit einer Verwarnung (gelbe Karte) geahndet. Die Darstellung des FC Mezopotamya e.V., dass der Schiedsrichter keine Karte gezeigt haben soll und die Situation mit einer von Arroganz geprägten Gelassenheit hingenommen haben soll, entspricht hier nicht den Tatsachen. Das an dieser Stelle vom FC Mezopotamya e.V. auf deren Homepage eingestellte Video zeigt eine völlig andere Spielszene, nämlich das Foulspiel von Thomas Müller (FC Bayern München) im Spiel gegen Ajax Amsterdam. Beide Szenen sind nicht vergleichbar. Welche Motivation es begründet, ein die Realität verzerrendes Video mit einer ganz anderen Art an Foulspiel an dieser Stelle zu platzieren, kann nur vermutet werden; auch wenn es als Beispiel deklariert ist.


Wir erlauben uns, obwohl es eine Selbstverständlichkeit ist, an dieser Stelle anzumerken, dass unsere Betreuer ihre Hilfe bei der Versorgung des Verletzten angeboten haben.


Platzverweis (rote Karte) gegen Spieler (Nr. 9) des FC Mezopotamya e.V.


Die Szene um den Platzverweis ihres Spielers wird u.a. so dargestellt, als dass der das Foul begehende Spieler unserer Mannschaft, dem gegnerischen Spieler absichtlich auf die Hand getreten habe. Diese Aussage ist unwahr. Ein Tritt auf die Hand eines Spielers der Gastmannschaft hat es zu Beginn des Spiels gegeben, als ein Spieler des FC Arpe/Wormbach seinem Gegenspieler nach einem Foulspiel unabsichtlich auf die Hand getreten hat. Dieses Missgeschick wurde auch als solches vom Gegenspieler bewertet und blieb von ihm unkommentiert. Ob die auf dem veröffentlichten Foto gezeigten Kratzer auf einem Handrücken von dieser Szene stammen, kann von unserem Verein nicht belegt

werden.


Die zur Rede stehende Szene stellte sich tatsächlich wie folgt dar:


Der Gegenspieler (Nr. 9) umspielt kurz vor der Grenze des 16-Meter-Raumes unseren Abwehrspieler und will mit dem Ball in den 16-Meter-Raum eindringen. Der Verteidiger unserer 2. Mannschaft versucht, den Gegenspieler am Trikot bzw. im Bereich Bauch/Hüfte festzuhalten; der gegnerische Spieler kommt dadurch zu Fall. Unser Spieler entfernt sich in Richtung Abwehr. Der Angreifer (Nr. 9) steht auf und geht mit energischem Schritt auf unseren Spieler zu, stößt ihn unvermittelt mit seiner Schulter/mit seinem Arm zu Boden. Ein vorheriges „Kopf-an-Kopf-Gebaren“ oder eine kleine Rudelbildung hat es nicht gegeben. Die Szenerie war durch einen durchgängigen Handlungsverlauf geprägt, der aus Foulspiel – Sturz des Angreifers- Aufstehen des Angreifers und Stoßen des Abwehrspielers bestand.


Aus Sicht aller Beteiligten eine klare Tätlichkeit nach einem zuvor begangenen taktischen Foul. Die Ahndung erfolgte aus unserer Sicht regelkonform mit einer Verwarnung (gelbe Karte) für den Abwehrspieler unserer Mannschaft sowie einem Platzverweis (rote

Karte) für den Spieler (Nr. 9) des FC Mezopotamya e.V. Verhalten von Spielern, Trainern und Zuschauern desFC Mezopotamya e.V.